Talgdrüsenhyperplasie - Aussehen, Ursachen & Therapie
Talgdrüsenhyperplasie
Aussehen von Talgdrüsenhyperplasien
Talgdrüsenhyperplasien sind gutartige Hautveränderungen, die sich meist als kleine, weiche, hautfarbene bis gelblich-weiße Papeln zeigen. Typisch ist eine zentrale Delle oder Eindellung (Umbilikation). Sie treten bevorzugt im Gesicht auf, insbesondere an Stirn, Nase und Wangen, können aber auch an anderen talgdrüsenreichen Arealen vorkommen. Die Größe liegt meist bei 1–5 mm, und die Veränderungen sind in der Regel schmerzlos.
Ursache
Die Ursache ist eine Vergrößerung (Hyperplasie) der Talgdrüsen, ohne dass es sich um eine bösartige Entartung handelt. Begünstigende Faktoren sind hormonelle Einflüsse (z. B. Androgene), zunehmendes Lebensalter, genetische Veranlagung sowie eine langfristige UV-Exposition. Auch bei immunsupprimierten Patienten, etwa nach Organtransplantationen, treten Talgdrüsenhyperplasien häufiger auf.
Differentialdiagnose der Talgdrüsenhyperplasie
Wichtige Differentialdiagnosen sind das Basalzellkarzinom (v. a. bei einzelnen, perlig glänzenden Läsionen), Milien, Syringome ( Schweißdrüsenknoten), Molluscum contagiosum ( Dellwarzen) sowie seborrhoische Keratosen ( Alterswarzen). Aufgrund der klinischen Ähnlichkeit zu bösartigen Hautveränderungen sollte bei unklaren Befunden eine Untersuchung mit einem Lichtmikroskop oder im Zweifel eine histologische Abklärung erfolgen.
Therapie
Eine Therapie ist aus medizinischer Sicht nicht notwendig, da es sich um gutartige Veränderungen handelt. Bei kosmetischer Beeinträchtigung oder diagnostischer Unsicherheit können verschiedene Behandlungsoptionen angewendet werden, darunter Lasertherapie, Kryotherapie, OP oder eine oberflächliche Abtragung.
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